Achtsamkeit für Kinder und Jugendliche

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Wach und konzentriert statt müde und zerstreut

Kinderkanäle im Fernsehen, Computerspiele und Whatsapp & Co. locken schon die Jüngsten mit Zerstreuung und Unterhaltung. Ihr Alltag ist viel stärker von Außenreizen und Ablenkungen gekennzeichnet als der früherer Generationen. Diese neue Wirklichkeit bringt Eltern und Lehrer zur Verzweiflung, denn als Folge können sich viele Schüler im Unterricht schlecht konzentrieren. Auch zu Hause sind sie unausgeglichen. Sie haben Schwierigkeiten abends abzuschalten, können schwer einschlafen. Leistungsdruck, Gruppenzwang und Social Media Kanäle fordern ein ständiges Bewerten und Vergleichen mit anderen heraus. Umso wichtiger wird es für junge Menschen, eigene Bedürfnisse zu spüren und Selbstvertrauen zu entwickeln. Dabei hilft Achtsamkeit. Sie wird zu einer unerlässlichen Kulturkompetenz, die Kinder beim Aufwachsen in einer beschleunigten, digitalen Welt unterstützt.
 

Wissenschaftlich evaluierte Programme

Das Potenzial von Achtsamkeitsübungen für junge Menschen wurde von Pädagogen in den USA und Europa erkannt, die selbst Achtsamkeit praktizieren. Sie entwickelten Lehreinheiten für verschiedene Altersgruppen und ließen sie wissenschaftlich evaluieren. Kinder, die teilnahmen, waren danach aufmerksamer und gelassener. Sie konnten sich bei Angst oder Wut schneller beruhigen, zum Beispiel bei Prüfungsstress oder Streit unter Freunden. Übergewichtige Kinder lernten leichter ein gesünderes Essverhalten.   


Konzentration üben

In den Programmen erleben Kinder, wie sie sich für ein paar Minuten auf den Atem, auf den Körper oder auf Geräusche konzentrieren. Sie üben immer wieder, die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, in der Gegenwart anzukommen und merken, dass sich das gut anfühlt. Schritt für Schritt lernen sie, ihre Gedanken und Gefühle mit freundlicher Neugier und Offenheit zu beobachten. Das hilft ihnen dabei, überlegter zu handeln. Wie alle Lernvorgänge verändert dieses Training das Gehirn: Die Übungen verstärken Areale, die für die Impulskontrolle verantwortlich sind.
 

Natürlich kindgerecht

Selbstverständlich muss der Kurs altersgerecht sein, Spaß machen und von einer qualifizierten Person angeleitet werden, die selbst Achtsamkeit praktiziert. Die Übungen können in den Kindergarten- oder Schulalltag integriert werden oder als Aktivität für den Hort oder in der Jugendarbeit dienen.

     

    Eine nach Postleitzahlen sortierte Liste finden Sie unter Achtsamkeitslehrende in Erziehung und Bildung. Sie können sich aber auch durch Eingabe Ihrer Postleitzahl in der obenstehenden Suchmaske gezielt Anbieter in Ihrer Umgebung anzeigen lassen.

    AKiJu Curriculum für pädagogische Fachkräfte

    Im Rahmen von AUF!Leben entwickelt und evaluiert, stärkt dieser Achtsamkeitskurs die Resilienz von pädagogischen Fachkräften und Kindern.

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    Ein Beispiel aus Hamburg im STERN Gesundheit

    Mit dem Verein AKiJu engagieren wir uns für Lernen mit Achtsamkeit in Kitas und Schulen.

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    Ihre Ansprechpartnerin

    Klaudia Krauss

     

    Maria, 8 Jahre

    03.12.2019

    „Die Gedanken machen Pause – sie ruhen sich aus.“